Nachkriegszeit
Die aktuell akzeptierten Empfehlungen für Ärzte, die in der biomedizinischen Forschung am Menschen tätig sind, entsprechen der 1964 verkündeteten Deklaration von Helsinki.
Ab 1974 wurde bekannt, dass die CIA in ihrem Projekt MKULTRA seit den 50er Jahren systematisch Menschenversuche mit LSD durchgeführt hat. Der US-Army wird vorgeworfen, bei der Erforschung atomarer Waffen gezielt Soldaten und sogar Teile der Zivilbevölkerung in Wüstenstaaten wie Nevada und Utah verstrahlt zu haben.
Gegenwart
In seinem Dokumentarfilm Guinea Pig Kids für die BBC (deutsch „Kinder als Versuchskaninchen“, ARD, 10. August 2005) erhebt der Dokumentarfilmer Jamie Doran schwere Vorwürfe gegen die Jugendbehörde von New York City (Administration of Children’s Services), Experimente mit AIDS-Medikamenten an Kindern zu erlauben und mit Zwang durchzusetzen. Gemäß Dorans Recherchen fanden derartige Versuche bis 2002 im Incarnation Children's Center statt und werden auch in anderen Institutionen durchgeführt. Die Kinder sollen hierbei teils massive Schädigungen erleiden und bei Weigerung zur Einnahme der Präparate genötigt werden. Mehrere Kinder seien an den unmittelbaren Folgen verstorben.
Doran dokumentiert den Fall einer Großmutter, deren Sorgerecht entzogen wurde, nachdem sie ihren Enkeln die Präparate nicht verabreichen wollte. Ein ähnliches Schicksal ereilte eine Krankenschwester, die behauptet, das Absetzen der Präparate habe eine merkliche Besserung bei ihren Adoptivkindern bewirkt. Auch ihr wurde gemäß Doran das Sorgerecht entzogen. Die Kinder würden überwiegend aus sozial schwachen, schwarzen Familien stammen, denen hierdurch nur beschränkte Rechtsmittel zur Verfügung stünden. Eine offizielle Stellungnahme der beschuldigten Firmen existiert nicht.
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